Über die Wirkung von Sprache — Mein Blog
„Gebongt!“
19. April 2022

Der nuancierte Blick

Im Zweifel lieber mal zweifeln.

Ich zweifle. Öfter mal. Am Können, an Entscheidungen, an der blauen Bluse. Heute weniger als früher. Jetzt. An diesem Text. Was will er hier, der Zweifel? Klebt ohnehin an meinen Fersen, gewährt den Vorsprung, holt mich wieder ein. Zweifle, ob ich zweifeln darf.

Der Zweifel ist unerwünscht. Gilt als Zeichen der Schwäche. Bremst Pläne aus, stellt Ansichten in Frage, kostet Zeit. Offenbaren sich Zweifler:innen, ermuntert der Partner „Sei doch selbstbewusster“, ermutigt die Mutter „Das ist grundlos“. So gesellt sich zum Zweifel die Niederlage, diesen nicht einfach wegschicken zu können.

Erich Fried schenkt dem Zweifel eine Haltung:
Zweifle nicht
an dem
der dir sagt
er hat Angst

aber hab Angst
vor dem
der dir sagt
er kennt keinen Zweifel

Der Zweifel braucht Grenzen. Er darf anmerken, aber nicht breitschlagen. Ich mag den Zweifel. In Maßen. Bestärke jede:n, ihn zu halten, sogar zu schätzen. Weil er korrigiert und das Lernen motiviert. Weil er vor Arroganz und Hochmut bewahrt. Ich achte den Zweifel. Als Sparringspartner. Als Wegbereiter des nuancierten Blicks.

Im Vortrag oder Interview ist kein Platz für den Zweifel. Er meldet sich vorher – stellt Fragen, ob man auftreten und was man sagen will. Mit der Entscheidung, ist sein Auftrag erledigt. Ganz konkret und mental. Auf der Bühne, im Gespräch ziehe ich durch, was ich mir vorgenommen habe. Und der Zweifel? Wartet – vor der Tür!


(Quelle: Erich Fried: Gedichte, Angst und Zweifel, dtv, 2003)

20. Februar 2022

Herz und Verstand erreichen

Ein guter Auftritt will vorbereitet sein.

Ein Mann steht vor einer TV-Kamera. Ein gestandener Mann. Unternehmer, Geschäftsführer. Einer, der viel spricht. Motiviert, verhandelt, ansagt.
Die Kamera ist schwarz. Leblos. Starrt ihn an. Er erzählt, wer er ist, was sein Unternehmen macht. Völlig ungefährlich. Es geht um nichts. Trotzdem mag er sein Statement nicht. Zu Recht. Die Kamera verunsichert uns, es ist eine ungewohnte Situation. Also sprechen wir zu schnell, füllen Denkpausen mit „Äh“. Sätze werden Girlanden. Worte sind blutleer.

Ein gutes Statement entsteht nicht spontan. Es braucht Vorbereitung, Konzentration und Präsenz. Der „CEO Digital Video Index“ bewertet, wie gut das deutschen Konzern-Chefs gelingt. Darunter Siemens, Mercedes-Benz und Telekom. Die Bandbreite der Auftritte ist groß:
VW-Chef Diess filmt sich selbst auf einem elektrischen Surfbrett. Rice Powell, Chef von Fresenius Medical Care, sitzt. Sitzt da und dankt den Beschäftigten: „And again, thank you for what you do and who you are.“

Die Jury spaltet sich in Fans und Kritiker von VW-Chef Diess: „Echt cool. Klasse inszeniert. / Will er zeigen, dass er fit ist? / Wo ist der Entwickler des Surfbretts?“ Ganz anders Rice Powell. Er spricht unverblümt: „Our financial performance for this year is suffering.“ Mich berührt: „I could not be more proud of the work that we have done this year.“ Doch manchen fehlt die Inszenierung.
Die Diskussion bildet die privaten Meinungen ab. Manche mögen es schlicht, andere opulent. Laut oder leise. Bunt oder monochrom. Wir haben Vorlieben.

Der „CEO Digital Video Index“ will objektivieren, in drei Kategorien: dem Inhalt, dem visuellen Eindruck sowie der Stimme und Sprechweise. Schon die inhaltliche Bewertung stellt vier Fragen:
Ist die Aussage verständlich? Ist sie prägnant formuliert? Ist sie gut strukturiert und spannend erzählt? Der visuelle Eindruck beginnt mit dem Blick, berücksichtigt Mimik wie Gestik und auch den Hintergrund. Das akustische Charisma analysiert Tonhöhe, Sprechgeschwindigkeit und Phrasendauer.

Weil vieles zählt, ist vieles möglich: Obwohl Powell und Diess sehr unterschiedlich sind, liegt ihre Punktzahl dicht beieinander. Großes Kino gibt Punkte, menschliche Nähe aber auch.

Weil vieles zählt, ist vieles nötig: Ich bereite mich vor. Immer. Wenn's eng wird, in wenigen Minuten. Ich frage mich: Was will ich vermitteln, was ist der Zuhörerschaft wichtig? Welche Inhalte wähle ich? Ich überlege passende Bilder. Erzähle eigene Erfahrungen.

Ein Auftritt ist ein Anliegen: Ich spreche frei. Bin konzentriert. Erlaube mir Gestik, ein Lächeln. Will das Gegenüber erreichen.
Das Herz und den Verstand.


Video von Herbert Diess, Volkswagen

Video von Rice Powell, Fresenius Medical Care

Mehr Informationen über den CEO Digital Video Index

19. Januar 2022

Wer ist „man“?

„Man“ ist nicht greifbar. „Ich“ wagt etwas.

Im Journalismus ist das Wörtchen „man“ verpönt. Wenn ich als Hospitantin „man“ schrieb, kringelte es der Redakteur rot ein. Jedes Mal. Und jedes Mal die Frage: „Wer ist man?“ Als ob ein „man“ über mein Talent und Können entschied. Ja, wer ist „man“? Eine Frau, ein Mann, welchen Alters, sind es viele oder wenige? Die Lesenden wissen es nicht, sehen „man“ nicht vor ihrem inneren Auge. So tauschte ich unzählige Male „man“ gegen Spaziergänger, Verbraucher oder ähnliches, bis ich endlich überzeugt war, man darf niemals „man“ sagen.

Jahre später: Ich interviewe nach einer Naturkatastrophe eine Braut. Sie hat überlebt, ihr Verlobter nicht. Sie erinnert sich: „Man hörte erst das Rauschen. Man versuchte, den Kopf über Wasser zu halten.“
In meinem Kopf springt die Regel an: Kein „man“. Sie muss „ich“ sagen. Soll ich sie bitten, es zu wiederholen?
Ihre Stimme zittert, droht wegzubrechen. Ich sage nichts.

„Man“ schleicht sich zufällig ein, unüberlegt, unbewusst. Wer über sich spricht und „man“ verwendet, ist nicht greifbar. Das kann eine gut gemeinte Höflichkeit sein, weil man sich selbst nicht so wichtig nehmen möchte. Dann berichten Teilnehmer:innen in einer Übung im Medientraining: „Ich fahre Rad, weil man gut abschalten kann.“ oder „Jetzt ist meine Tochter 18, da ist man schon stolz.“. Ich frage dann: „Und Sie, sind Sie nicht stolz?“

„Ich“ macht sich etwas zu eigen: Ich kann gut abschalten. Es bezieht einen Standpunkt. „Ich“ beansprucht den Stolz. Es ist angreifbar, sogar verletzlich.

„Man“ vertritt viele: Es verallgemeinert, berichtet von Gepflogenheiten, ist ein Stellvertreter. Ich kann mich dahinter verstecken. Grundlos. Oder Zuflucht suchen. Dann stellt es sich schützend vor mich.


20. November 2021

„würde“ macht sich zu breit

Der Konjunktiv beschreibt (nur) die Möglichkeit.

„Ich würde dann anfangen“, sagt der Yogalehrer und beginnt im selben Moment. Ist er höflich, verlegen oder redet er sich warm? Er fängt doch an, warum sagt er dann „würde“? Auf den Konjunktiv könnte er verzichten. Tut er aber nicht – wie zahllose andere Sprecher:innen auch: Sie würden nach der Pause weitermachen. Sie würden etwas vorschlagen oder abschließen. Dabei ist der Satz „Ich fange jetzt an“ ein Startschuss: Ich richte mich auf und höre zu.

Der Versuch, höflich zu sein, ist wohl der Ursprung der „würde“-Inflation. Erinnern Sie sich an Ihre Bewerbungsschreiben? Sie endeten vermutlich mit: „Über ein Gespräch mit Ihnen würde ich mich freuen.“
Auch in diesem Fall freut sich der Bewerber sicher über eine Einladung. Warum schreibt er das aber nicht?
„Auf ein Gespräch mit Ihnen freue ich mich.“ So vermittelt er gleichzeitig, dass er mit einer Einladung rechnet. Ist das unhöflich oder zu selbstbewusst?

Inzwischen hat sich der Konjunktiv zu einem Schutzschild gemausert. Falls jemand widerspricht, kann der Redner elegant zurückrudern: „Es war doch nur ein Vorschlag.“ Das ist sinnvoll bei verwegenen Ideen wie „Ich bestelle Champagner für alle“.

Halte ich aber einen Vortrag, steht mein Name im Programm, ich habe ein Zeitfenster und die Zuhörer:innen sind wegen mir gekommen. Das gilt auch für Yogalehrer oder in einer Besprechung. Im geplanten Alltag ist der Konjunktiv oft unnötig, es darf auch ein Indikativ sein. Er ist direkter. Mutiger. Kraftvoller.

Der Konjunktiv markiert den Wunsch: „Würdest Du mir das E-Bike leihen?“ Er lässt uns träumen: „Würde ich im Lotto gewinnen, …“.
Und behutsam fragen: „Würdest Du mir Dein Herz schenken?“

11. Oktober 2021

Bitte auf Augenhöhe

Auch online zählt der Blickkontakt.

Pflege und Tod. Mir bekannte Themen. Intime Themen. Wie verarbeitet eine bekannte Autorin die Krankheit ihres Mannes literarisch? Das will ich wissen und sehe mir ein Online-Interview an. Die Schriftstellerin ist offen, zugewandt, die Journalistin zögert: Ist die nächste Frage zu privat? Die Kameras sind tief platziert, die Blicke der beiden fallen steil von oben nach unten. Ich schalte aus.

In Online-Meetings habe ich viel erlebt: Menschen sehen links oder rechts vorbei, mich von oben herab oder unten herauf an. Das ist auch der Technik geschuldet. Denn ein echter „Von-Auge-zu-Auge“-Kontakt ist online nicht möglich. Ich kann aber den Eindruck eines Blickkontaktes erzeugen. Dafür sieht man in die Kamera, die auf Augenhöhe platziert sein muss. Nur so hat mein Gegenüber den Eindruck, dass ich ihn oder sie ansehe.

Das Onlinemagazin „filmpuls.info“ beschreibt drei Kameraperspektiven: Die Untersicht, von unten nach oben, macht den Sprecher größer, aber auch bedrohlicher. Die Aufsicht, von oben nach unten, kann überheblich wirken. Die Normalperspektive ist die Augenhöhe. Ich habe direkt neben die Linse einen goldenen Smiley geklebt. Schaue ich in die Kamera, lächelt er mich an.

Im echten Leben sehe ich die Menschen an, wenn ich mit ihnen spreche. Ich gehe in die Hocke, wenn ein Kind erzählt. Ich stehe auf, wenn jemand ins Zimmer kommt. In den ersten Online-Meetings war der Augenkontakt noch kein Thema. Vieles war neu. Inzwischen ist klar: Online fehlt die Nähe. Dann möchte ich mich zumindest über den Blick verbinden.

Mehr über Kameraperspektiven

(Quelle: www.filmpuls.info)

12. Juli 2021

Weiß beißt!

Vor der Kamera gilt ein anderer Dresscode.

Schon wieder ein Mann im weißen Hemd! Warum sagt ihm niemand, dass sich die Farbe Weiß nicht gut mit der Kameralinse oder dem Scheinwerferlicht einer Bühne verträgt? Wer ein weißes Hemd trägt, wirkt schnell fahl. Mit einem Sakko über dem Hemd ist es nicht ganz so schlimm, aber es bleibt: Weiß ist als Kontrast zum Teint härter als zum Beispiel hellblau.

Ich finde es einfach, vor der Kamera und auf Fotos auf Weiß zu verzichten. Wenn ich das vorschlage, erwidern Trainingsteilnehmer oft: „Aber Chefs tragen doch weiße Hemden.“ Oder: „Weiß sieht doch frisch aus.“ Das mag auch beides stimmen, aber in einem anderen Kontext: Das weiße Hemd kennzeichnet einen Status oder wird im Tageslicht getragen.

Ähnlich heikel kann die Vorliebe für Schwarz sein. Auch dies ist keine gute Farbe vor der Kamera. Und ähnlich groß ist der Widerstand, denn: „Künstler oder Architektinnen tragen nun mal Schwarz.“ Das können sie gerne tun, um ihre Zugehörigkeit zu ihrem Berufsstand auszudrücken. Aber ist das so wichtig, dass man ein schlechteres Bild in Kauf nimmt?

14. Juni 2021

Mein, dein oder der, die, das?

Ein Wort entscheidet über Nähe und Distanz.

M. hatte Krebs. Der Tumor wurde zufällig, sehr früh entdeckt. Sie wurde operiert und nimmt seitdem Tabletten. Frage ich, wie es ihr geht, höre ich seit vier Jahren „Meine“ Krankheit … oder ... wegen „meiner“ Krankheit ... Anfangs stolperte ich innerlich, dann wartete ich gespannt auf ein „meine“. Schon lang will ich rufen: „Sag doch: die Krankheit! Sonst geht sie nie weg.“

M. ist sehr reflektiert. Ich bat um Erlaubnis, meine Gedanken zur Sprache zu schildern, und fragte, ob ihre Wortwahl bewusst war. Sie antwortete: „Es ist doch meine Krankheit, für die ich auch Verantwortung übernehme. Sonst wären es auch die guten Kontrollergebnisse. So sind es meine guten Ergebnisse.“

„Mein“ benennt den Besitz der Person, „die“ ist nur der Artikel des Wortes Krankheit. Es gibt viele solcher Beispiele: Beschäftigte sprechen über „unsere“ Chefin oder „die“ Chefin. Gelingt dem kleinen Max etwas gut, ist es „unser“ Sohn, gelingt es nicht, ist es „dein“ Sohn oder „der“ Max. Und irgendwann wird aus „meinem“ Mann vielleicht „der“ Ex.

Vermutlich wird ein „mein“ oder „die“ oft unbewusst gesprochen. Trotzdem achte ich darauf. Es lässt Nähe oder Distanz aufblitzen und teilt mir etwas mit.

09. Mai 2021

Wieviel „Äh“ darf sein?

Ein Pausenfüller, der ein Weckruf ist.

Im Training sind Teilnehmer:innen oft entsetzt, wenn sie erstmals bewusst hören, wie oft sie „Äh“ oder „Mmm“ sagen. Sie finden es peinlich, wollen es ändern. Allerdings haben sie ihre eigenen „Äh“ während des Sprechens nicht bemerkt oder gehört.

ZEIT Wissen nennt Experimente und Studien, wonach die vermeintlichen Pausenfüller das Sprachverständnis fördern. Es seien Zauberwörter. Das entlastet den Sprecher vielleicht. Trotzdem lenkt ein „Äh“ vom Inhalt ab und stört den Redefluss. Es dürfen nicht zu viele werden. Auf Nachfrage begründen Teilnehmer das unbemerkte „Äh“ so: „Ich war zu schnell und wusste nicht genau, was ich sagen wollte.“

Das „Äh“ ist ein Weckruf: 1. Hören Sie sich beim Sprechen selbst zu. Nur wer das „Äh“ überhaupt bemerkt, kann es ändern. 2. Ein Interview, eine Rede oder ein wichtiges Gespräch sind Auftritte. Sie erfordern mehr Konzentration. 3. Haben Sie Mut zur Pause. Sie lässt Ihre Worte wirken.

(Quelle: www.zeit.de, 24.4.2021)

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03. Mai 2021

Durchsetzungsstark statt süß

Was Väter ihren Töchtern sagen, wirkt.

Die Psychoanalytikerin Susie Orbach zur Frage, wie man Kindern ein gutes Körpergefühl vermittelt.
(...)
ZEITmagazin: Was ist eigentlich mit den Vätern? Die haben doch genauso (wie die Mütter) Einfluss!

SUSIE ORBACH: Oh ja, absolut! Gleichzeitig haben sie sich mit Körperfragen oft weniger beschäftigt, weil sie es nie mussten. Deshalb verstehen sie nicht, was so schlimm daran sein soll, wenn sie ständig das Aussehen ihrer Tochter loben: Du hast aber ein süßes Kleid an! Mit diesen Komplimenten ist es in der Pubertät dann oft vorbei, weil Väter unsicher werden, ob sie das noch dürfen, wenn ihre Tochter weiblicher wird. Wenn sie sich aber angewöhnen, das Engagement ihrer Tochter zu loben, ihre Durchsetzungskraft, ihren Witz, was auch immer, dann ist dieses Lob viel langlebiger.
(...)

(Quelle: ZEITMAGAZIN NR. 14, 1.4.2021)

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29. März 2021

Im Zweifel

Ein Rennfahrer, ein Dirigent und ein CEO beantworten die
Frage, ob sie Zweifel kennen.

Der Dirigent Herbert Blomstedt
JULIA SPINOLA: Hatten Sie wirklich solche Selbstzweifel?
HERBERT BLOMSTEDT: Selbstzweifel begleiten mich immer.
Selbstzweifel sind gut. Das Umgekehrte, ein Zuviel an Sicherheit,
ist tödlich in der Kunst. Natürlich muss ein Gleichgewicht gehalten
werden. Die Zweifel dürfen nicht zerstörerisch wirken.

(Quelle: Herbert Blomstedt, Mission Musik, Henschel Bärenreiter)

Der CEO Nikolaus von Bomhard

BRAND EINS: Seit Sie bei Munich Re Vorstandschef sind, …
Sind Ihnen noch nie Zweifel an der Richtigkeit Ihrer Strategie
gekommen?
VON BOMHARD: Mir gefällt ein Gedanke des Dichters Erich
Fried. Er rät, Angst vor dem zu haben, der keine Zweifel kennt.
Jede Strategie muss regelmäßig hinterfragt werden, …

(Quelle: brand eins, 01/2012)

Der Rennfahrer Sebastian Vettel

ZEIT: Sind Ihnen Selbstzweifel fremd?
VETTEL: Nein, ich bin ein ganz normaler Mensch. Ich empfinde
mich als sehr selbstkritisch. Vor allem schaue ich, wenn es nicht
läuft, zuerst auf das, was ich hätte besser machen können, bevor ich
mit dem Finger auf andere zeige. Meine Erwartungen an mich sind
meist höher als die Erwartungen von außen.

(Quelle: DIE ZEIT, 18.11.2020)

28. März 2021

„Gebongt“

Über die Wirkung von Sprache

„Ich leite den Vertrieb“ oder „Ich kümmere mich um den Vertrieb“. Beides ist möglich, ich muss mich entscheiden, ob ich Kümmerer oder Leiter bin. Wir können drauflos sprechen oder überlegen, was wir ausdrücken wollen. Wenn mir bewusst ist, dass Sprache wirkt, kann ich mich entscheiden.

In meinem Blog „Gebongt“ teile ich mein (Sprach-)Wissen und zeige Sätze, die lebendig und kraftvoll, manchmal auch missraten sind. Entscheiden Sie, was überzeugend ist.